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Mechanisches Planetarium: Das Haus 35 hat den Entwurf mit Berechnungen eines mechanisch betriebenen Planetariums (Deckenmodell) von Ludwig Oechslin (Uhrenkonstrukteur und Kurator des Uhrensmuseums in La Chaux de Fonds) zur Hälfte mitfinanziert. Aus dem Begleittext: Das Räderwerk wird so bewegt und gestaltet, dass es als Modell eines erdzentrischen Planetensystems gelesen und interpretiert werden kann. Aufeinander ablaufende Räder stellen zyklische Kreisbewegungen ideal dar. Gemäss den Himmelserscheinungen für einen Beobachter auf der Erde dreht sich das gesamte Räderwerk in einem Tag einmal. Es wird angetrieben und reguliert von einer Wanduhr mit Sekundenpendel. Im Räderwerk drehen sich weitere Räder so, dass Punkte, bzw. Zeichen, auf ihnen simultan die Bewegungen der sichtbaren klassischen Planeten am Himmel mitvollziehen. Das Haus 35 will das mechanische Planetarium als Deckenmodell zusammen mit einer Uhrenfirma realisieren. ![]()
Wanderausstellung Alfred Süess: Die kleinste mechanische Pendeluhr der Welt hat der Luzerner Uhrmacher Fredy Süess (*1941) aus 150 Einzelteilen in nur 30 Stunden Arbeitszeit gefertigt. Das kleine Wunderwerk ist ganze 9,9 mm hoch, 1,6 g leicht und damit etwa so gross wie ein mittlerer Zeigefingernagel. Das Pendel zappelt mit 10'800 Schwingungen pro Stunde vor sich hin. ![]() Süess gewann auch einen Wettbewerb der Schweizer Uhrmacher zur Kürung ihres geschicktesten. Die Aufgabe klang einfach: Es galt, das kleinste Papierschiffchen zu falten; quadratisches Papier, vierzehn Faltungen. Zuerst schnitt Süess seine Fingenägel in eine bestimmte Form und schliff sie. Dann nahm er Zigarettenpapier und hämmerte es stundenlang, um alle Fasern zu brechen. Nachher schnitt er unter der Lupe sein Quadrat zurecht, ein Fitzelchen von 1,2 mal 1,2 mm und faltet es vierzehn Mal. Das Papierschiffchen wurde so gross wie ein Zuckerkristall. Süess musste bei der Arbeit kontrolliert atmen, dass das Schiffchen nicht in seiner Nase verschwand. Süess ist ausserdem der Uhrmacher der Uhrmacher. Er hilft seinen Kollegen aus der ganzen Welt mit seinen 25 Millionen Ersatzteilen für 4000 fast ausschliesslich mechanischen Uhren aller Marken. Das Haus 35 plant nach Gesprächen mit Fredy Süess eine Ausstellung. Süess als Erfinder, Ersatzteillager und Sammler von Uhren. |
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